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un film de Laurent Boutonnat
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Laurent Boutonnat
Man weiß nur wenig über den Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Laurent Boutonnat, der sich in der Öffentlichkeit sehr rar macht. Die folgende Biographie soll versuchen, die Person und das Lebenswerk dem Betrachter näher zu bringen. Laurent Boutonnat, ältester Sohn von Pierre-Louis und Marielle Boutonnat (geb. Brunher), wurde am 14. Juni 1961 im 14. Arrondissement von Paris geboren. Er ist mit seinem Bruder und seinen 3 Schwestern Caroline, Bénédicte und Stephanie auf dem 51, Boulevard Auguste Blanqui im 13. Bezirk von Paris aufgewachsen. Laurent begann bereits während seiner Kindheit mit dem Drehen von Amateurfilmen und nutzte hierfür die Super 8 Kamera seiner Eltern. Schon im Alter von 10 Jahren realisierte er seinen ersten Film, indem er die Geschichte von Bambi neu abfasste. Mit seinen Filmen war er schon damals ein Perfektionist und achtete peinlich genau auf jedes noch so kleine Detail. Zeitgleich durchlief Laurent eine musikalische Ausbildung. Das Klavierspielen begann er bereits im Alter von 5 Jahren. Ein Teil seiner Schulzeit verbrachte er unter Jesuiten. Mit 15 Jahren beschloss Laurent von der Schule abzugehen um sich nach Arbeit umzuschauen. Neben den Jobs die er zu jener Zeit ausübte, besuchte er über 3 Jahre Theaterkurse. Dennoch wusste er bereits zu jener Zeit, sein Ziel ist das Kino! Parallel arbeitete er zu Hause mit einem Professor, der ihn zugleich für die Philosophie und Literatur inspirierte. Laurent begann mehrere Projekte zu verinnerlichen, darunter auch den Film Giorgino, welchen er 10 Jahre später produzieren sollte. Mit 17 vollendete er in nur 14 Tagen den Spielfilm Ballade de la Féconductrice, der am 14. Mai 1979 in einem Pariser Kino anlief. Dieser Film, mit einer Gesamtspieldauer von 75 Minuten, sollte schockieren und war erst ab 18 Jahren freigegeben. Anschließend arbeitete Laurent beim Fernsehen unter "Jean-François Chauvel", der ihn als Kameramann für eine Serie von wissenschaftlichen Dokumentationen beschäftigte. Während der Dreharbeiten zu diesen Reportagen reiste Laurent durch ganz Frankreich. Im Alter von 20 Jahren begann Laurent Boutonnat ein neues "Wagnis", indem er seine Fähigkeit des Schreibens und den neu hinzugewonnen Erfahrungen im Journalismus einsetzte. Im Sinne des Subversiven und seinem Verständnis des Morbiden, beginnt er mit Forschungsarbeiten zu einem Buch über die Tötung von Neugeborenen. Nebenbei dreht er mehrere Werbespots für das Fernsehen um etwas Geld hinzu zu verdienen. In dieser Phase tat er sich mit einem Produzenten zusammen, der für "Parafrance", eine französische Produktionsfirma arbeitete. Dieser Produzent beabsichtigte innerhalb von 2 Wochen einen Horrorfilm mit einem Etat von 1.500.000 Franc (etwa 230.000 €) abzudrehen. Allerdings kam dieser Film nie zustande. Zu jener Zeit begann Laurent Boutonnat damit, die erste Drehbuchfassung von Giorgino auf Papier zu bringen. Eines Abends beschloss Laurent, mit dem damals befreundeten Musiker Jérôme Dahan einen Song zu komponieren (Mama a tort), der von der Liebe eines kranken Kindes zu seiner Krankenschwester erzählt. Man organisierte ein Casting, in dem sich etwa 50 junge Frauen vorstellten, darunter Mylène Farmer. Die beiden spürten sofort eine gewisse spirituelle Verbundenheit und so entschied sich Laurent spontan für Mylène. "Mama a tort" (Mutter hat Unrecht) wurde 1984 zur Sommer Hitsingle in Frankreich und verkaufte sich 100.000 mal. Den Song widmete Mylène übrigens der amerikanischen Filmschauspielerin Frances Farmer, deren Leben Mylène sehr bewegte. In den darauf folgenden 10 Monaten schrieb das Duo Boutonnat/Dahan noch 2 weitere Songs für Mylène (On est tous des imbéciles & L'Annonciation), die jedoch ein kommerzieller Flop wurden. Schon deshalb und weil es zu keiner Vertragsfortsetzung mit dem Label "RCA" kam, trennte sich Boutonnat von J. Daham um die Zusammenarbeit mit Mylène Farmer alleine fortzusetzen. Die darauf folgenden Jahre verliefen für das Künstler Duo äußerst erfolgreich! Einige der Videoclips, die stets Spielfilmcharakter hatten und allesamt von Laurent Boutonnat gedreht wurden, erlangten Platinstatus oder wurden mit einem "César" ausgezeichnet. Die Alben "Ainsi soit je..." (1988) bzw. "L´autre..." (1991) erzielten mit knapp 2 Mio. verkauften Exemplaren Diamant-Status. 1988 wurde Mylène in Frankreich zur "Künstlerin des Jahres" gekürt und man präsentierte 1989 die bis dahin zweiterfolgreichste Tournee aller Zeiten in Frankreich! Die Aufnahme für das am 25. September 1990 veröffentlichte Live Video "En Concert" wurde an 2 Konzertabenden in Brüssel von Laurent gedreht. Nach dem ausbleibenden Erfolg von Giorgino im Jahre 1994 begann für das sonst so erfolgsverwöhnte Duo eine sehr harte Phase und man beschloss die Zusammenarbeit im filmischen Bereich erst einmal einzustellen. Mylène ging nach Los Angeles und schrieb an neuen Songs. Laurent kam im März 1995 hinzu um die Musik für das Album "Anamorphosée" zu komponieren. Allerdings sollte Laurent Boutonnat bis ins Jahr 2001 keinen weiteren Clip für Mylène realisieren und so arbeitete Mylène Farmer in dieser Zeit mit anderen Regisseuren zusammen. Im Mai 1999 erschien das sehr erfolgreiche Album Innamoramento (über 1 Mio. verkaufte Exemplare). Neun der 13 Titel stammten erneut aus der Feder von Laurent Boutonnat. Allerdings sollte er bei der darauf folgenden Mylenium-Tour fehlen und auch für dieses Album keinen Video-Clip drehen. Die Produktion und Umsetzung der Tour auf Video/DVD wurde, wie bereits bei "Live a Bercy", "Francois Hanss" anvertraut. Laurent Boutonnat schien fortan seine künstlerischen Talente gegen die eines erfolgreichen Geschäftsmannes einzutauschen. So gründet er bereits im Jahr 1997 eine Produktionsgesellschaft und dehnt seine Aktivitäten im Jahre 2000 auf Immobiliengeschäfte aus. Im gleichen Jahr entdeckten Mylène Farmer & Laurent Boutonnat auf einem Gesangswettbewerb die Sängerin Alizée, für die sie seither die Songs produzieren. Nach langen Jahren des Wartens sind im März 2001 alle bis dahin von Laurent gedrehten Mylène Farmer Videos auf DVD erschienen. Zudem nahm Laurent B. erstmals wieder die Kamera für Mylène Farmer in die Hand, um den Clip "Les Mots" (Duett mit Seal) zu drehen. Für einige Alizee Videoclips zeigt sich Laurent ebenfalls verantwortlich. Im Jahre 2003 stand Laurent Boutonnat erstmals vor größeren Schwierigkeiten seiner Immobilien und Produktionsgesellschaften, doch bereits 2004 zeichnete sich eine positive Wende ab. So drehte er beispielsweise einen neuen Video-Clip mit dem Künstler Kamal Kacet. Im April 2005 erschien zudem ein neues Album von Mylène Farmer, dass er wieder produzierte und bereits nach der ersten Woche auf Platz 1 der französischen Charts stand. Außerdem führte er von Februar bis August 2005 die Regie der Neuverfilmung “Jacquou le croquant”. Mit "Point de Suture" sowie "Monkey Me" folgten 2008 und 2012 zwei weitere Alben von Mylène Farmer, welche Laurent Boutonnat erneut produzierte.
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